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Samstag, 21. Juli 2018

7. DGIV-Bundeskongress

Datum: 04. - 05. November 2010Ort: Königswinter / Bonn

Grußwort von Frau Barbara Steffens

Demografische Veränderungen und die Fortschritte in Medizin und Technologie stellen das Gesundheitswesen in Deutschland vor große Herausforderungen. Auch unter geänderten Rahmenbedingungen müssen wir seine Finanzierung, seinen hohen qualitativen Standard und den gleichen Zugang zur gesundheitlichen Versorgung für alle Bürgerinnen und Bürger gewährleisten. Es geht um eine flächendeckende, bedarfsgerechte und ohne Hürden zugängliche medizinische Versorgung für alle Bürgerinnen und Bürger – unabhängig von sozialem Status, Alter, Herkunft oder Geschlecht.

 

Wesentliche Ansatzpunkte einer solchen dauerhaften Ausrichtung des Gesundheitswesens liegen im vernetzten Denken und Handeln. Die Stärkung der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit der Leistungsträger sowie die Weiterentwicklung der Vernetzung der Leistungsangebote ist daher ein erklärtes Ziel unserer Gesundheitspolitik. Wir wollen die immer wieder bemängelten Qualitätsdefizite in der Versorgung beheben und gleichzeitig Wirtschaftlichkeitsreserven erschließen. Integrierte Versorgung trägt ganz wesentlich dazu bei, dass die Verzahnung von Gesundheitsleistungen verbessert wird.

 

Die Entwicklung einer solchen integrierten Versorgung ist im Sozialgesetzbuch V bewusst sehr weitgehend in den Verantwortungsbereich des selbstverwalteten Gesundheitswesens übertragen worden. Den Krankenkassen und Leistungserbringern kommt also eine besondere Gestaltungsfreiheit zu, damit aber auch eine besondere Verantwortung in diesem Prozess.

 

Bislang haben Verträge vor allem bei den einzelnen Indikationen angesetzt. Wir sollten aber künftig bei den Patientiennen und Patienten ansetzen – und zwar unabhängig davon, in welcher gesetzlichen Kasse sie versichert sind. Mein Wunsch ist es daher, dass die Vertragspartner innovative Vertragsformen entwickeln, die zu weiteren strukturellen Verbesserungen führen und die bestehenden Strukturen im Sinne des beschriebenen integrierten Versorgungsansatzes verändern. Denn letzten Endes ist es dieser Ansatz, der auch für die Patientiennen und Patienten zu den besten Ergebnissen führt. Und darauf kommt es an!

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen für Ihre Tagung Anfang November in Bonn viel Erfolg.


Barbara Steffens
Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen